Kieler Professorinnen und Professoren von 1919 bis 1965

Joachim Hans Albrecht

Personendaten
Name Albrecht
Vorname Joachim Hans
Geburt in Magdeburg, Deutsches Reich (Provinz Sachsen)
Tod in Kiel, Bundesrepublik Deutschland (Schleswig-Holstein)
Akademischer Grad Prof. Dr. phil.
Konfession evangelisch
Familienstand verheiratet
Anzahl Kinder 2
Link http://gelehrtenverzeichnis.de/132371e5-acf4-2584-a595-4eca1fd1db01
Verknüpfungen http://d-nb.info/gnd/118647814
Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Verwandtschaften
Elternteil Emmi Albrecht ( - )
Elternteil Theodor Albrecht ( - )
Ehepartner Hildegard Albrecht ( - )
Studium
1921 - 1922Musikwissenschaften in Münster
1922 - 1925Promotion: Musikwissenschaften in Berlin
Qualifikationsschriften
1925 Dissertation: Die Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts. (Musikwissenschaft) Humboldt-Universität zu Berlin (1946-), Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin (-1946)
1942 Habilitation: Caspar Othmayr. Leben und Werk. (Musikwissenschaft) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Akademische Karriere
1925 - 1928Lehrbeauftragter für Musikwissenschaft: in Essen
1926 - 1934Lehrbeauftragter für Musikwissenschaften: in Wuppertal
1926 - 1934Lehrbeauftragter für Musikwissenschaft: in Essen
1933 - 1937Lehrbeauftragter für Musikwissenschaft: in Essen
1939 - 1941wiss. Hilfskraft für Musikwissenschaft: in Berlin
1941 - 1944apl. Professor für Musikwissenschaft: in Berlin
1947 - 1955Privatdozent für Musikgeschichte: Musikwissenschaftliches Institut, Philosophische Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kiel
1954 - 1959wiss. Mitarbeiter für Musikgeschichte: in Kassel
1955 - 1961apl. Professor für Musikwissenschaft: Musikwissenschaftliches Institut, Philosophische Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kiel
Weitere Informationen
1911 - 1921AbiturGymnasium in Borbeck
1933 - 1945MitgliedNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
1934 - 1937Landesleiter der Reichsmusikkammer in Köln
1937 - 1939Mitarbeiter in der Musikabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda in Berlin
1941 - 1944LeiterStaatliches Institut für deutsche Musikforschung in Berlin
1942 - 1943MitarbeiterPreußische Akademie der Künste in Berlin in Berlin
Bilder
Joachim Hans Albrecht
Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Biographische Notizen
Hans Albrecht trat bereits im April 1933, also wenige Zeit nach der "Machtergreifung" Hitlers, der NSDAP bei und fungierte als Blockwart. In der Reichsmusikkammer wurde er Vorsitzender der Landesleitung des Gaues "Köln-Aachen" sowie Chorberater für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Trotz seiner Verstrickungen ins NS-Regime wurde Albrecht im Entnazifizierungsverfahren in die Kategorie V eingestuft. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er die musikwissenschaftlichen Zeitschriften "Die Musikforschung" (1948-1960) und die "Acta Musicologica" (1957-1960). Daneben war er ab 1951 als Leiter des Johann-Sebastian-Bach-Instituts an der Georg-August-Universität Göttingen tätig; weiterhin Editionsleiter des "Erbes deutscher Musik" (1953-1959).
Quellen
LASH, Abt. 47, Nr. 6415
Literatur
Brennecke, Wilfried/Haase, Hans (Hg.): Hans Albrecht in Memoriam – Gedenkschrift mit Beiträgen von Freunden und Schülern, Kassel 1962.
Blume, Friedrich: Hans Albrecht, 31. März 1902 - 20. Januar 1961, in: Acta Musicologica 33 (1961), S. 60-64.